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Aktuell Obwalden | KW02 | 13. Januar 2022

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AKTUELL UNTERWEGS Im

AKTUELL UNTERWEGS Im Winzigen dasGrosse gefunden Andrea Theis und Marco Wildi wohnen seit Oktober in einem Tiny House in Kägiswil. Wo andere Paarewohl die Krise kriegten,erlebensie Freiheitund Glück. Wer daheim bei Andrea Theis und Marco Wildi in KägiswilzuBesuch ist, weiss nicht so recht, ob er sie bedauern oder beneiden soll. Die Gründe fürs Bedauern liegen auf der Hand: Die beiden leben hier auf 24 Quadratmetern. Nicht vorübergehend –immer! Vom Kühlschrank zum Sofa gelangt man mit zwei Schritten. Nach zwei weiteren Schritten ist man schon im Schlafzimmer. Ihr ganzes Hab und Gut findet Platz in einem winzigen Häuschen –und genau bei diesem Punkt gerät man plötzlich ins Grübeln: Ist dies nicht auch ein Grund, das Paar zu beneiden? Denn während man in anderen Haushalten Zimmer voller Möbel und Geräte, Schränke voller Kleider, Keller voller Gerümpel findet, habenesAndrea Theis und Marco Wildi geschafft, ihr neues Heim aufs Wesentliche zu reduzieren. Und so kann es passieren, dass in ihrer Mini-Stube ein Gefühl aufkommt, das eigentlich völlig im Kontrast steht zu den engen Platzverhältnissen: das Gefühl vonFreiheit. Andrea (44)und Marco (47) leben seit Oktober in einem sogenannten Tiny House, also in einem winzigen Häuschen. InObwalden hören viele vielleicht zum ersten Mal davon, in den USA istdas Konzept bekannter.Hinter der Bezeichnung Tiny House steckt nämlich viel mehr als nur eine Grössenangabe für die eigenen vier Wände. Wer ineinem Tiny House lebt, entscheidet sich bewusst auch für einen minimalistischen und umweltbewussten Lebensstil. «Bei schönem Wetter reicht die Photovoltaikanlage auf dem Dach Links: Blick in die Mini-Küche, dahinter das Badzimmer.Oben: Die «Anlieferung» des Tiny House in Kägiswil im vergangenen Oktober.

Die Tiny-House-Bewohner Andrea Theis und Marco Wildi mit dem Architekten Peter Haas (links). völlig aus, um unseren ganzen Energiebedarf zu decken –auch im Herbst und im Frühling», sagt Andrea Theis. Nur wenn sich die Sonne im Winter tagelang über einer Nebeldeckeversteckt, bezieht dasPaar «externen» Stromwie ein normaler Haushalt. Anschluss an Strom und Kanalisation Auf den ersten Blick erinnern solche Tiny Houses –esgibt sie in allen Formen und Farben –aneine Kreuzung zwischen Einfamilienhäuschen und Campingwagen. Und in einem gewissen Sinn sind sie genau das. Auch das Tiny House von Andrea und Marco in Kägiswil steht auf Rädern. «Einfach spontan damit wegfahren können wir aber nicht», erklärt Marco. So ist das Häuschen beispielsweise an die Kanalisation angeschlossen und kann nicht einfach abtransportiertwerden. «Die Idee dahinter ist «Einfachspontan damit wegfahren können wir nicht.» vielmehr,dass wir nicht Grundund Boden zubetonieren, um hier leben zu können.» Ohnehin ist das Tiny House vonAndrea und Marco viel schwerer als ein Wohnwagen, dies nicht zuletzt wegen der Bausubstanz. Will man ressourcensparend in einem Tiny House wohnen – und das ist schliesslich Sinn und Zweck dahinter –braucht es eine anständige Isolation und Lüftung und eine moderne Photovoltaikanlage. All das geht insGewicht. Den Traum des Paars wahr gemacht hat der Sachsler Architekt Peter Haas. «Marco kam auf mich zu und fragte, ob ich nicht irgendwo eine kleine Parzelle besitze, auf der sie ein Tiny House stellen können», erinnert sich Peter Haas. In Kägiswil fand sich ein solches Stück Land, das Haas nun im Pachtzins vergibt. Die Parzelle ist gross genug, dass Peter Haas dortgleich ein zweites Tiny House hinstellte, für das er nun bereits

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